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Beim Hochfahren des Schulbetriebs ist auf eine mögliche Kontamination des Trinkwassers zu achten!

Für die nächsten Wochen ist eine stufenweise Öffnung der Schulen zu erwarten. Vielen Betreibern und Schulleitern ist jedoch nicht bewusst, dass keine oder eine stark reduzierte Wasserentnahme Stagnation verursacht, die eine Gefährdung für das Trinkwasser in den Hausinstallationen darstellt.

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Stagnation führt zu Kontamination

Stagnation ist das Verweilen von Wasser in Teilen einer Hausinstallationen bei fehlender oder zu geringer Entnahme. Werden diese Komponenten nicht ausreichend durchströmt, werden sie als Totleitungen bezeichnet. Das von Totleitungen ausgehende Risiko hängt von zahlreichen Parametern ab. Besonders heikel ist das stehende Wasser in einem Temperaturbereich zwischen 25 und 45 °C, denn in diesem finden Bakterien optimale Bedingungen zur Vermehrung. Insbesondere die krankheitserregenden Legionellen und Pseudomonaden können bei stagnierendem und sich erwärmendem Kaltwasser das System kontaminieren. Gerade in der aktuellen Situation ist auf Legionellen besonders zu achten, denn auch sie können eine tödliche, mit hohem Fieber einhergehende Lungenerkrankung auslösen. Um den gefährlichen Temperaturbereich zu vermeiden, schreibt die VDI/DVGW Richtlinie 6023 für Kaltwasser eine Maximaltemperatur von 25 °C vor und empfiehlt nach Möglichkeit maximal 20 °C, bei Warmwasser eine Austrittstemperatur von mindestens 55 °C.

Lösung: vollständiger Wasseraustausch

„Trinkwasser muss fließen, aber oftmals stagniert das Trinkwasser im Leitungssystem. Wird kein Wasser entnommen, steht das Wasser in den Leitungen“, erklärt geschäftsführende Gesellschafter der WimTec Sanitärprodukte GmbH Günter Dülk. „Betriebsunterbrechungen, die einen negativen Einfluss auf die Trinkwasserhygiene haben, kommen unabhängig von einer Ausnahmesituation wie der aktuellen Pandemie gerade bei Bildungseinrichtungen immer wieder vor, denn während der Ferien werden diese meist nicht genutzt.“ Um eine negative Veränderung der Wasserqualität zu verhindern, empfiehlt die DIN 1988-300 oder DIN EN 806-3 in Zeiten von stark reduzierter Wasserentnahme Spülungen zum Zweck eines regelmäßigen Wasseraustauschs. Diese werden in der Praxis mitunter durch personalintensives manuelles Öffnen und Schließen der Armaturen durchgeführt. Dadurch entstehen hohe Personalkosten und die Spülmengen sind in den meisten Fällen völlig undefiniert.

Intelligentes Gesamtkonzept von WimTec

„Fakt ist, dass die Trinkwasserqualität besonders von einem kaum beeinflussbaren Faktor abhängig ist: dem Nutzerverhalten. Genau hier setzt das intelligente HyPlus-Gesamtkonzept von WimTec an: Mit dem klaren Fokus auf Kostenersparnis, Komfort und vor allem Hygiene bietet WimTec elektronisch gesteuerte Wasserentnahmestellen, die mehr Wert aus dem Wasser holen“, sagt Dülk. Hauptvorteil ist die nachhaltige Verbesserung der Trinkwasserhygiene, denn die automatische Stagnationsfreispülung erneuert stagnierendes Wasser bedarfsgerecht. Die HyPlus-Armaturen stellen den regelmäßigen Wasseraustausch sicher und hemmen damit das mikrobielle Wachstum in der Hausinstallation. Die Stagnationsfreispülung ist exakt auf die örtlichen Gegebenheiten einstellbar und erfolgt nur bei Betriebsunterbrechung und unzureichender Nutzung; bei ausreichender Entnahme wird keine Freispülung ausgelöst. Die Elektronik ist der Schlüssel zum Erfolg, denn die intelligente Wasserentnahmestelle weiß, wann und wie lang sie das letzte Mal benutzt wurde.

Berührungslose Auslösung schützt vor Ansteckung

Was kaum jemand weiß: Bei manuellen Armaturen ist es wichtig, diese nach dem Händewaschen nicht mehr zu berühren, denn am Armaturengriff finden sich Verunreinigungen durch das Öffnen mit den kontaminierten Händen. Das Schließen sollte daher unbedingt mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen erfolgen. Besonders sicher sind Armaturen mit berührungsloser Auslösung, weil sie die erneute Kontamination der bereits gereinigten Hände verhindern. Vorteilhaft für den Einsatz bei Kindern ist die berührungslose Waschtischarmatur SMART TH mit Thermostat, denn die einstellbare Temperatursperre schützt zuverlässig vor Verbrühungen.

Fazit

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind weitreichend, nicht gänzlich absehbar und gefährde auch die Trinkwasserqualität in den unzureichend genutzten Gebäuden. Berührungslose Armaturen mit bedarfsgerechter Freispülung schützen nicht nur vor einer Ansteckung, sie helfen auch, die Trinkwasserhygiene in den Hausinstallationen kosteneffizient sicherzustellen und vereinen damit die drei wichtigen Eckpfeiler Sicherheit, Hygiene und Betriebskosten.